Anästhesie

Sicherheit und Schmerzfreiheit in jeder Behandlungsphase

Die Abteilung für Anästhesie verantwortet die sichere und schonende Narkose- und Schmerztherapie bei allen operativen, diagnostischen und ambulanten Eingriffen. Unter Leitung erfahrener Fachärzt:innen wie Dr. Peter Münstedt begleiten die Anästhesist:innen Patientinnen und Patienten präzise vor, während und nach der Operation – inklusive intensivmedizinischer Betreuung.

Dr. Peter Münstedt M.A.

Chefarzt, Facharzt für Anästhesie, Zusatzqualifikationen: Spezielle anästhesiologische Intensivmedizin, Spezielle Schmerztherapie, Palliativmedizin, Notfallmedizin, Leitender Notarzt, Qualitätsbeauftragter für Hämotherapie

Unsere Oberärztinnen und Oberärzte

Foto Dr. Gordon Ring
Dr. Gordon Ring
Leitender Oberarzt

Facharzt für Anästhesie

Zusatzqualifikationen:
Spezielle anästhesiologische Intensivmedizin
Notfallmedizin

Foto Dr. Jochen Grefer
Dr. Jochen Grefer
Oberarzt

Facharzt für Anästhesie

Zusatzqualifikationen:
Spezielle anästhesiologische Intensivmedizin
Notfallmedizin

Foto Dr. Thomas Boie, DESA
Dr. Thomas Boie, DESA
Oberarzt

Facharzt für Anästhesiologie

Zusatzqualifikationen:
Rettungsmedizin
Spezielle anästhesiologische Intensivmedizin
ABS-Experte dgi

Foto Dr. Robert Collette
Dr. Robert Collette
Oberarzt

Facharzt für Anästhesie

Foto Dr. Anett Goltz
Dr. Anett Goltz
Oberärztin

Fachärztin für Anästhesie

Foto Dr. med. Thorsten Hess
Dr. med. Thorsten Hess
Oberarzt

Facharzt für Anästhesie

Zusatzqualifikationen:
Leitender Notarzt
Spezielle Intensivmedizin
Notfallmedizin
Ärztlicher Leiter Blutdepot
Transfusionsverantwortlicher
Ethikberater im Gesundheitswesen

 

Foto Irma Pkhaladze
Irma Pkhaladze
Oberärztin

Fachärztin für Anästhesiologie

Zusatzqualifikation:
Notfallmedizin

Foto Barbara Kaplan
Barbara Kaplan
Oberärztin

Fachärztin für Anästhesie

Zusatzqualifikationen:
Notfallmedizin
Spezielle Intensivmedizin

Foto Dr. Ilona Wilke
Dr. Ilona Wilke
Oberärztin

Fachärztin für Anästhesie

Zusatzqualifikation:
Notfallmedizin

Unsere Fachärztinnen und Fachärzte

Målin Boah
Fachärztin für Anästhesie

Leistungen

Die Anästhesie (griechisch anaisthēsía, die „Nicht-Empfindung“) ist eine medizinische Fachdisziplin, die sich mit der Ausschaltung von Schmerzen, z. B. im Rahmen von Operationen oder diagnostischen Maßnahmen, befasst.

Dabei kommen verschiedene Verfahren zum Einsatz, die jeweils einzeln oder in Kombination eine Schmerz- und/oder Bewusstseinsausschaltung bewirken. Die eingesetzten Verfahren lassen sich grob in die beiden Bereiche Allgemeinanästhesie sowie Lokal- und Regionalanästhesie unterteilen.

Durchgeführt werden diese Maßnahmen von speziell weitergebildeten Ärztinnen und Ärzten für Anästhesiologie, auch Anästhesistinnen und Anästhesisten oder Narkoseärztinnen und Narkoseärzte genannt. Die Anästhesieabteilung unseres Hauses besteht ausschließlich aus Fachärztinnen und Fachärzten.

Weitere Schwerpunkte des Fachgebiets Anästhesie sind die Intensivmedizin sowie die postoperative Schmerztherapie.

Von den ärztlichen Mitarbeitenden unserer Abteilung werden pro Jahr etwa 4.500 Patientinnen und Patienten während einer Operation betreut. Der überwiegende Teil der Eingriffe wird in Vollnarkose durchgeführt. Bei etwa 20 % der betreuten Patientinnen und Patienten erfolgen die Eingriffe jedoch ausschließlich unter Betäubung bestimmter Körperregionen (Regionalanästhesie). Dies geschieht teilweise auch in Kombination mit einer Vollnarkose.

Unser Ziel ist es, jeder Patientin und jedem Patienten während einer Operation größtmögliche Sicherheit zu gewährleisten und diese mit dem bestmöglichen Komfort zu verbinden. Angst, Unannehmlichkeiten und andere belastende Empfindungen versuchen wir durch Gespräche, Ablenkung, Lagerungsmaßnahmen und erforderlichenfalls auch durch Medikamente zu reduzieren.

Hierzu betreuen wir Sie rund um die Operation (perioperativ):

Vor der Operation:
Narkosevorbereitungsgespräch (Prämedikationsvisite)

Während der Operation:
Anästhesie/Narkose

Nach der Operation:
Betreuung im Aufwachraum oder auf der Intensivstation sowie postoperative Schmerztherapie

Übersicht

1. Die Narkoseverfahren

2. Die Narkosevorbereitung

3. Nach der Anästhesie (= postoperative Phase)

4. Postoperative Schmerztherapie

5. Ambulante Operationen und Narkosen 


1. Die Narkoseverfahren

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen einer Vollnarkose (Allgemeinanästhesie), einer Betäubung bestimmter Körperregionen (Regionalanästhesie) und einer örtlichen Betäubung (Lokalanästhesie).

Überwachung

Jede Patientin und jeder Patient wird während der Narkose von einer Anästhesistin oder einem Anästhesisten sowie einer Anästhesiepflegekraft betreut.

Dabei werden alle wichtigen Körperfunktionen überwacht und gemessen – die sogenannten Vitalparameter. Dazu zählen Blutdruck, Herzfrequenz, Sauerstoffsättigung sowie die Atmung. Je nach Dauer und Umfang der Operation können zusätzliche Überwachungsmaßnahmen erforderlich sein.

Allgemeinanästhesie (Vollnarkose)

Bei einer Vollnarkose befindet sich die Patientin bzw. der Patient während der Operation in einem schlafähnlichen Zustand, in dem Schmerzempfinden und Wahrnehmung ausgeschaltet sind.

Die Narkoseeinleitung erfolgt durch die intravenöse Gabe verschiedener Medikamente. Die Aufrechterhaltung der Narkose erfolgt durch die kontinuierliche Verabreichung von Schlaf- und Schmerzmitteln, teilweise zusätzlich in Kombination mit Narkosegasen.

Beide Verfahren erfordern in der Regel eine künstliche Beatmung, da die verwendeten Medikamente den Atemantrieb unterdrücken. Häufig werden zusätzlich Muskelrelaxanzien (muskelentspannende Medikamente) verabreicht, die eine ausreichende Eigenatmung verhindern.

Die Beatmung erfolgt – abhängig vom operativen Eingriff – über eine Gesichtsmaske, eine Kehlkopfmaske oder einen Tubus in der Luftröhre. Diese Hilfsmittel werden erst eingesetzt, nachdem Sie eingeschlafen sind, und nach Beendigung der Operation wieder entfernt, sobald Sie sicher selbstständig atmen können.

Regionalanästhesie

Bei der Regionalanästhesie werden ausschließlich die von der Operation betroffenen Körperregionen (z. B. Arme, Beine oder die untere Körperhälfte) durch die Injektion örtlich wirksamer Medikamente, sogenannter Lokalanästhetika, betäubt. Operationen können dadurch schmerzfrei durchgeführt werden.

Während der Wirkungsdauer besteht neben Schmerzfreiheit häufig auch eine vorübergehende Schwäche der betroffenen Extremität. Diese bildet sich in der Regel innerhalb weniger Stunden vollständig zurück.

Die Patientin bzw. der Patient bleibt während des Eingriffs wach, kann auf Wunsch jedoch zusätzlich ein beruhigendes Medikament oder eine leichte Sedierung erhalten. Je nach Art und Umfang der Operation kann die Regionalanästhesie auch mit einer Vollnarkose kombiniert werden.

Regionalanästhesie der oberen Extremität

Je nach Operationsgebiet an Schulter, Ellenbogen, Unterarm oder Hand können gezielt bestimmte Nervenbündel (Plexus) im Bereich des Halses, oberhalb des Schlüsselbeins oder in der Achselhöhle betäubt werden.

Regionalanästhesie der unteren Extremität

Je nach Operationsgebiet an Hüfte, Knie, Unterschenkel oder Fuß können gezielt bestimmte Nerven im Bereich des Ober- oder Unterschenkels betäubt werden.

Für Regionalanästhesien der oberen und unteren Extremitäten gilt:

Ist nach größeren Operationen mit stärkeren Schmerzen zu rechnen, kann zusätzlich ein dünner Katheter an den entsprechenden Nerven platziert werden. Darüber kann in den folgenden 2 bis 3 Tagen kontinuierlich ein Schmerzmittel über eine Pumpe verabreicht werden.

Spinalanästhesie

Die Spinalanästhesie ermöglicht schmerzfreie Eingriffe unterhalb des Bauchnabels. Unterbauch, Beckenbereich und Beine werden durch die Betäubung der entsprechenden Nerven gefühllos.

Die Spinalanästhesie wird in der Regel im Sitzen durchgeführt. Nach Desinfektion und örtlicher Betäubung der Haut wird eine sehr feine Nadel im Bereich der Lendenwirbelsäule in den mit Nervenflüssigkeit (Liquor) gefüllten Wirbelkanal eingeführt. Anschließend wird dort ein Lokalanästhetikum injiziert. Dies erfolgt weit unterhalb des Rückenmarks. Innerhalb weniger Minuten wird die untere Körperhälfte gefühllos und der Eingriff kann beginnen.

Periduralanästhesie

Die Periduralanästhesie ermöglicht schmerzfreie Eingriffe insbesondere im Bauchraum. Bauch, Beckenbereich und Beine werden durch die Betäubung der entsprechenden Nerven schmerzunempfindlich gemacht. Häufig wird dieses Verfahren zusätzlich zur Vollnarkose bei größeren Bauch- oder Hüftoperationen eingesetzt.

Hierbei wird ein Lokalanästhetikum über einen dünnen Katheter in den sogenannten Periduralraum eingebracht. Dort umspült das Medikament die aus dem Rückenmark austretenden Nerven und blockiert die Schmerzleitung.

Im Unterschied zur Spinalanästhesie kann über den eingelegten Katheter auch nach der Operation über mehrere Tage hinweg kontinuierlich ein Schmerzmittel verabreicht werden.

Lokalanästhesie

Örtliche Betäubungen für kleinere Eingriffe werden in der Regel von den operierenden Ärztinnen und Ärzten selbst durchgeführt. Sollten Sie zusätzlich eine leichte Sedierung wünschen, sprechen Sie dies bitte im Vorfeld mit Ihrer Operateurin oder Ihrem Operateur ab, damit das Vorgehen gemeinsam geplant werden kann.


2. Die Narkosevorbereitung

Vor jeder Anästhesie werden alle Patientinnen und Patienten von einer Ärztin oder einem Arzt unserer Abteilung befragt und untersucht. In Abhängigkeit vom geplanten Eingriff, Ihrem allgemeinen Gesundheitszustand und bestehenden Vorerkrankungen wird gemeinsam mit Ihnen das geeignete Narkoseverfahren festgelegt. Falls mehrere Verfahren infrage kommen, werden Sie selbstverständlich in die Entscheidung einbezogen.

Während des Vorbereitungsgesprächs informieren wir Sie auch über mögliche Risiken der Anästhesie. Uns ist bewusst, dass dies Ängste auslösen kann, und wir nehmen diese Sorgen ernst. Gleichzeitig sind wir gesetzlich verpflichtet, Sie umfassend aufzuklären. Sie haben grundsätzlich das Recht, auf eine ausführliche Aufklärung zu verzichten. Dennoch ist Ihre rechtswirksame Einwilligung in das gewählte Narkoseverfahren erforderlich.

Vor allem respektieren wir Ihre freie Entscheidung über alle Maßnahmen, die Ihren Körper betreffen.

Verhaltensregeln vor einer Anästhesie:


Sie selbst können wesentlich dazu beitragen, die Risiken eines Narkoseverfahrens zu reduzieren.

Bitte beachten Sie daher – unabhängig vom gewählten Verfahren – folgende Hinweise:

Wir bitten Sie deshalb, unabhängig vom Narkoseverfahren, folgende Regeln zu beachten:

  • Lesen Sie den Anästhesieaufklärungsbogen bitte vor dem Gespräch in Ruhe durch und füllen Sie die Fragen sorgfältig aus.
  • Bringen Sie vorhandene medizinische Unterlagen mit, z. B. Arztbriefe, Vorbefunde, eine aktuelle Medikamentenliste sowie gegebenenfalls einen Allergiepass.
  • Ab 24:00 Uhr am Vorabend der Operation dürfen Sie keine feste Nahrung mehr zu sich nehmen.
  • Das Trinken richtet sich nach den Anweisungen der aufklärenden Anästhesistin bzw. des aufklärenden Anästhesisten.
  • Nehmen Sie am Morgen des Operationstags nur die Medikamente ein, die mit Ihnen zuvor besprochen wurden.
  • Nach einer Narkose dürfen Sie für 24 Stunden kein Fahrzeug führen und keine gefährlichen Maschinen bedienen.
  • Stellen Sie sicher, dass Sie nach einer ambulanten Operation bis zum nächsten Morgen von einer Angehörigen, einem Angehörigen oder einer anderen Begleitperson betreut werden. Die Begleitperson sollte bei Bedarf erreichbar sein.


3. Nach der Anästhesie (= postoperative Phase)

Nach Abschluss der Operation wird die Narkose beendet. Nach einer Vollnarkose sind Sie zunächst noch etwas schläfrig. Deshalb werden Sie für etwa eine Stunde im Aufwachraum überwacht. Dort sind jederzeit Pflegekräfte anwesend; bei Bedarf steht auch ärztliches Personal zur Verfügung.

So können Beschwerden wie Schmerzen oder Übelkeit frühzeitig behandelt werden, bevor Sie auf die Station zurückverlegt werden.

Bei größeren Operationen oder schweren Begleiterkrankungen kann eine vorübergehende Betreuung auf der Intensivstation erforderlich sein. Sobald sich Ihr Zustand stabilisiert hat, erfolgt die Verlegung auf die Normalstation.


4. Postoperative Schmerztherapie

Ein wichtiges Anliegen unserer Abteilung ist eine wirksame Schmerztherapie nach der Operation. Je nach Art und Umfang des Eingriffs stehen hierfür unterschiedliche Verfahren zur Verfügung. Die behandelnden Stationsärztinnen und Stationsärzte sowie die Pflegekräfte erhalten entsprechende Empfehlungen zur Schmerzbehandlung.

Nach kleineren Eingriffen reicht häufig bereits die regelmäßige Einnahme von Schmerzmedikamenten aus.

Wurde im Rahmen einer Regionalanästhesie ein Schmerzkatheter angelegt, kann darüber für 2 bis 3 Tage kontinuierlich ein Lokalanästhetikum verabreicht werden.

Dies gilt ebenso für den sogenannten Periduralkatheter.

Außerdem bieten wir die Technik der Patienten-Controllierten-Analgesie, kurz PCA, an. Dabei befindet sich am Bett eine Schmerzmittelpumpe, über die sich die Patientin oder der Patient bei Bedarf selbstständig eine zuvor festgelegte Medikamentendosis verabreichen kann. Die Dosierung und Sicherheitsintervalle werden individuell programmiert.

Sowohl Schmerzkatheter als auch PCA-Pumpen werden täglich von speziell geschulten Pflegekräften, Krankenschwestern (Pain Nurse) oder Anästhesistinnen bzw. Anästhesisten kontrolliert und an den aktuellen Bedarf angepasst.


5. Ambulante Operationen und Narkosen

Auch in unserem Krankenhaus werden zahlreiche Eingriffe ambulant durchgeführt. Die anästhesiologische Betreuung erfolgt dabei durch unsere Abteilung. Die meisten ambulanten Eingriffe erfolgen in Vollnarkose, je nach Operationsgebiet kommen jedoch auch Regionalanästhesien infrage.

Vor und nach der Operation werden Sie im Ambulanten Operationszentrum (AOZ) von unseren Pflegekräften sowie Ärztinnen und Ärzten betreut.

Dort erfolgt die Vorbereitung auf die Operation. Nach dem Eingriff und der anschließenden Überwachung kehren Sie in das AOZ zurück.

Nach einer Erholungsphase und einer kleinen Mahlzeit kann bei komplikationslosem Verlauf die Entlassung erfolgen. Zuvor werden Sie nochmals von einer Anästhesistin bzw. einem Anästhesisten sowie einer Ärztin oder einem Arzt der operativen Fachabteilung untersucht.

Bei Bedarf erhalten Sie ausreichend Schmerzmedikamente für die ersten 24 Stunden.

Bitte beachten Sie für einen sicheren Ablauf folgende Hinweise:

  • Erfragen Sie am Vortag der Operation zwischen 12:00 und 14:00 Uhr die genaue Operationszeit (Tel.: 04541 / 884 766). Findet die Operation montags statt, rufen Sie bitte bereits am Freitag an.
  • Ab 22:00 Uhr am Vorabend der Operation dürfen Sie keine feste Nahrung mehr zu sich nehmen.
  • Sofern nicht anders besprochen, dürfen Sie am Operationstag bis zur Abfahrt ins Krankenhaus klare Flüssigkeiten trinken, z. B. Wasser, Tee oder Kaffee mit wenig Milch.
  • Nehmen Sie Ihre vereinbarten Medikamente wie besprochen ein.
  • Nach einer Narkose dürfen Sie 24 Stunden lang kein Fahrzeug führen und keine gefährlichen Maschinen bedienen.
  • Bitte treten Sie die Heimreise nicht alleine mit öffentlichen Verkehrsmitteln an.
  • Sorgen Sie dafür, dass Sie nach dem Eingriff bis zum nächsten Morgen betreut werden.
  • Tragen Sie bequeme Kleidung und lassen Sie Wertgegenstände möglichst zu Hause.

Übersicht

  • Intensiv-Therapie
  • Angehörige
  • Arbeitsabläufe
  • Geräte am Patientenbett 


Intensiv-Therapie

Für Patientinnen und Patienten sowie Angehörige ist der Begriff „Intensivstation“ häufig mit Unsicherheit und Ängsten verbunden. Daher möchten wir Ihnen unsere Station, unsere Arbeitsabläufe und unsere Tätigkeit näher vorstellen.

Die Intensivstation unserer Klinik ist interdisziplinär organisiert. Das bedeutet, dass sie gemeinschaftlich von den Abteilungen für Anästhesiologie, Chirurgie und Innere Medizin betreut wird.

Das Behandlungsspektrum reicht von Patientinnen und Patienten, die nach größeren Operationen (z. B. Darmoperationen oder Hüftgelenksersatz) engmaschig überwacht werden müssen, über Notfallpatientinnen und -patienten mit akuten lebensbedrohlichen Erkrankungen (z. B. Herzinfarkt oder Lungenembolie) bis hin zu Menschen, die aufgrund schwerer Erkrankungen über einen längeren Zeitraum intensivmedizinisch behandelt werden müssen.

Hierfür stehen derzeit 12 Behandlungsplätze mit 8 Beatmungsgeräten zur Verfügung.

Unsere Intensivstation ist mit modernen medizinischen Geräten ausgestattet, die eine umfassende Unterstützung aller Organsysteme ermöglichen. Pro Jahr werden hier etwa 900 Patientinnen und Patienten intensivmedizinisch betreut. Dabei kommt das gesamte Spektrum moderner Intensivtherapie zum Einsatz, unter anderem:

  • diagnostische und therapeutische Bronchoskopien (Spiegelung der Atemwege)
  • transthorakale und transösophageale Echokardiographien (Ultraschalluntersuchungen des Herzens über die Brustwand oder die Speiseröhre)
  • invasive und nichtinvasive Beatmungsverfahren einschließlich Beatmungsentwöhnung
  • perkutane Dilatationstracheotomien (Luftröhrenschnitt)
  • invasive Kreislaufüberwachung mit kontinuierlicher Messung von CO₂ und ScvO₂ (PiCCO)
  • differenzierte Therapie mit kreislaufwirksamen Medikamenten
  • Nierenersatzverfahren mittels Citrat-Dialyse
  • Versorgung mit passageren Herzschrittmachern

Die Betreuung und Behandlung erfolgt interdisziplinär durch Fachärztinnen und Fachärzte der Anästhesiologie, Chirurgie und Inneren Medizin. Täglich findet eine gemeinsame Visite statt. Bei Bedarf werden zusätzlich weitere Spezialistinnen und Spezialisten hinzugezogen.

Unsere Pflegekräfte verfügen überwiegend über langjährige Erfahrung in der Intensivpflege und sind speziell im Umgang mit schwer erkrankten Menschen sowie den erforderlichen medizinischen Verfahren und Geräten geschult. Da sie den größten Teil des Tages unmittelbar bei den Patientinnen und Patienten verbringen, sind sie ein besonders wichtiger Bestandteil der intensivmedizinischen Versorgung.


Angehörige

Für Angehörige ist die Intensivstation grundsätzlich jederzeit zugänglich. Aufgrund pflegerischer, diagnostischer und therapeutischer Maßnahmen kann es jedoch gelegentlich zu Wartezeiten oder Einschränkungen bei längeren Besuchen kommen.

Dennoch möchten wir Sie ausdrücklich ermutigen, Ihre Angehörigen auch während der intensivmedizinischen Behandlung regelmäßig zu besuchen. Ebenso nehmen sich unsere Ärztinnen und Ärzte Zeit für persönliche Gespräche mit Ihnen.

Die offizielle Besuchszeit der Intensivstation ist täglich von 15:00 Uhr bis 18:00 Uhr.

Neben dem Eingang zur Intensivstation befindet sich eine Klingel mit Gegensprechanlage. Bitte klingeln Sie dort und warten Sie auf eine Antwort. In der Regel werden Sie nach kurzer Zeit eingelassen und gebeten, zunächst im angrenzenden Wartebereich Platz zu nehmen, bis Sie von einer Pflegekraft zu Ihrer Angehörigen bzw. Ihrem Angehörigen begleitet werden.

Dort können auch Informationsgespräche in ruhiger Atmosphäre stattfinden.


Arbeitsabläufe

Die Pflegekräfte arbeiten in einem Drei-Schicht-System und betreuen die Patientinnen und Patienten im Rahmen der sogenannten Bereichspflege. Dadurch soll gewährleistet werden, dass Patientinnen, Patienten und Angehörige im Tagesverlauf möglichst wenige Personalwechsel erleben.

Für alle Berufsgruppen finden mehrmals täglich Übergaben an die nachfolgende Schicht statt. Diese Übergaben sind ein wichtiger Bestandteil der Behandlung und Versorgung.

Wir bitten daher um Verständnis, während dieser Zeiten möglichst von telefonischen Anfragen abzusehen. Telefonisch erreichen Sie uns am besten zwischen 09:00 und 13:00 Uhr sowie zwischen 15:00 und 19:00 Uhr.

Darüber hinaus bitten wir darum, möglichst nur ein oder zwei Ansprechpersonen innerhalb der Familie zu benennen. Wenn Informationen mehrfach an verschiedene Angehörige weitergegeben werden müssen, entsteht ein erheblicher zusätzlicher Zeitaufwand, der für die Versorgung Ihrer Angehörigen fehlt.