Orthopädie und Unfallchirurgie

Beweglichkeit erhalten und nach Verletzungen wiederherstellen

Die Orthopädie und Unfallchirurgie versorgt Verletzungen des Bewegungsapparates sowie degenerative orthopädische Erkrankungen. Das Team führt operative und konservative Therapien durch – von Arthroskopien über Frakturbehandlungen bis zur Wiederherstellung der Funktion nach Unfällen. 

Priv. Doz. Dr. Peter Benecke

Chefarzt Orthopädie und Unfallchirurgie, Facharzt für Chirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie, Spezielle Unfallchirurgie, Sportmedizin, Röntgendiagnostik (fachgebunden)

Unsere Sprechstunden

Bitte vereinbaren Sie vorab Ihren Termin telefonisch

 Astrid Purbs, Tel.: 0 45 41 - 884-261 
 oder Lea Marie Lucassen, Tel.: 0 45 41 - 884-251

Orthopädische und Unfallchirurgische Sprechstunde:

Montag 09:00 – 11:00 Uhr 
Dienstag 09:00 – 14:00 Uhr 

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Marco Donndorf
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Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie

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Dr. Hans Jochims
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Gunnar Sachau
Oberarzt

Facharzt für Chirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie

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Leistungen

Wenn konservative oder alternative operative Maßnahmen zur Behandlung eines fortgeschrittenen Gelenkverschleißes keine Besserung mehr versprechen, kann nahezu jedes Gelenk ersetzt werden. Die künstlichen Gelenke sollen die natürlichen Bewegungsabläufe unterstützen und ihre volle Funktionsfähigkeit über einen langen Zeitraum garantieren. Patienten, die durch Schmerz und Bewegungsunfähigkeit stark eingeschränkt sind, können so ein weitgehend normales Leben führen.

Hüftgelenkersatz
Pro Jahr werden bundesweit 200.000 Hüftgelenke eingesetzt. Zehn Jahre nach der Operation funktionieren noch rund 95% dieser Gelenke. Je nachdem wie ausgeprägt das Gelenk beschädigt ist, kommen verschiedene Implantationstechniken und Implantat-Typen infrage. In einem persönlichen Gespräch beraten wir Sie, welches Vorgehen im Einzelfall empfehlenswert ist. 

Kniegelenkersatz
Wir verwenden je nach individueller Situation sogenannte Oberflächenprothesen, gekoppelte Endoprothesen oder modulare Sondermodelle bei fortgeschrittener Verformung des Gelenkes mit großem Knochenverlust oder für Wechseloperationen. Die Oberflächenersatzprothesen stellen eine Art Überkronung des Gelenkes dar, wobei nur wenig Knochen entfernt werden muss. Eine maßgefertigte Anpassung ist möglich.

Schultergelenkersatz
Chronische Schulterschmerzen können Sie in Ihren Aktivitäten einschränken, von Ihren alltäglichen Aufgaben abhalten und Ihnen nachts den Schlaf rauben. Wenn die Beschwerden auch durch konservative Behandlungsmöglichkeiten nicht behoben werden können, sollte mit dem Arzt ein operativer Eingriff erwogen werden. Der Ersatz eines Schultergelenks kann Patienten, die an chronischen Schulterschmerzen leiden, Hoffnung geben. Heute nutzen Chirurgen moderne Techniken und Materialien, um Schmerzen zu lindern und die Mobilität von Patienten wiederherzustellen.

Aufgrund des demographischen Wandels und der damit einhergehenden veränderten Altersstruktur der Bevölkerung bedarf es auch einer Anpassung der medizinischen Versorgung. Aus diesem Grund hat das DRK-Krankenhaus Mölln-Ratzeburg in Kooperation mit der nahegelegenen Klinik für Geriatrie ein Zentrum für Alterstraumatologie (ZAT) gegründet.

Das Angebot richtet sich an Patienten über 65 Jahren mit mehreren Erkrankungen und Funktionsstörungen und einer aktuell bestehenden Erkrankung oder Verletzung des Bewegungsapparates.

Schon bei der Aufnahme im Krankenhaus beziehen wir nach Ihrer Zustimmung die leitenden Ärzte der Klinik für Geriatrie mit ein. Nach Beratung im interdisziplinären Team (u.a. Ärzte Unfallchirurgie, Orthopädie und Geriatrie, Pflegekräfte, Therapeuten und Sozialarbeiter) wird die optimale Behandlung im und nach dem Krankenhausaufenthalt für Sie festgelegt und gemeinsam mit Ihnen entschieden, ob Sie im Anschluss an Ihren Krankenhausaufenthalt in Ihr gewohntes Lebensumfeld nach Hause, in eine Pflegeeinrichtung oder in die Geriatrie verlegt werden und ob Sie Hilfsmittel oder einen ambulanten Pflegedienst benötigen.    

Das DRK-Krankenhaus Mölln-Ratzeburg ist in Kooperation mit der Geriatrie Ratzeburg im August 2017 als "Alterstraumatologisches Zentrum" nach dem Zertifizierungsverfahren des Bundesverbandes Geriatrie, der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie und der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie ausgezeichnet worden.

Behandlungsziele
Das Behandlungskonzept ist darauf ausgelegt, älteren Patienten eine möglichst zeitnahe Rückkehr in die häusliche und soziale Umgebung zu ermöglichen. Die individuelle Selbstständigkeit soll gefördert und eine Pflegebedürftigkeit nach Möglichkeit vermieden werden.

Durch die fachübergreifende Zusammenarbeit  und engmaschige Betreuung soll das Risiko für etwaige Komplikationen im Behandlungsverlauf verringert werden. Zudem tragen individuell zugeschnittene therapeutische Angebote dazu bei, weiteren Verletzungen vorzubeugen.

Technologische Fortschritte haben Operationen innerhalb von Gelenken möglich gemacht, ohne diese mittels eines Schnittes zu öffnen. Die Anwendung dünner Rohre mit Staboptik zur Spiegelung von Gelenken – genannt Arthroskop – gibt den hierauf spezialisierten Ärzten die Möglichkeit in Gelenke zu sehen. Hierdurch ist zunächst die genaue Diagnostik von Gelenkerkrankungen möglich.

Das Spektrum umfasst sämtliche standardisierte Operationstechniken an kleinen und großen Gelenken. Die Techniken basieren auf den neuesten wissenschaftlichen Methoden. Die meisten arthroskopischen Techniken sind so ausgelegt, dass der Eingriff je nach Wunsch des Patienten sowohl stationär als auch ambulant durchgeführt werden kann.

Da nicht bei jedem Patienten die gleiche Ausgangsvoraussetzungen vorliegen, sollten mit uns vor jedem Eingriff individuell die Chancen, der Nutzen und auch das geeignete Operationsverfahren besprochen werden.

Unser Behandlungsspektrum

  • Schulterchirurgie
    • Rotatorenmanschettenläsion
    • Kalkausräumung
    • Subacromiale Dekompression
    • Stabilisierung nach Luxation
       
  • Ellbogenchirurgie
    • Entfernung feiner Gelenkkörper
    • Bewegungserhöhung
       
  • Hüftchirurgie
    • Entfernung freier Gelenkkörper
    • Beginnender Gelenkverschleiß
    • Impingement Behandlung
       
  • Kniechirurgie
    • Meniskusresektion und Naht
    • Kreuzbandersatz
    • Knorpelbehandlung
    • Kniescheibenentlastungsoperation
       
  • Oberes Sprunggelenk
    • Entfernung freier Gelenkkörper
    • Synovektomie

Wir bieten im DRK-Krankenhaus Mölln-Ratzeburg alle modernen Verfahren der operativen und konservativen Knochenbruchbehandlung an.

Einige Frakturen eignen sich zur rein konservativen Behandlung in ruhigstellenden Verbänden. 

Die Großzahl der Frakturen wird allerdings einer operativen Therapie zugeführt. Ein Vorteil der operativen Versorgung der Knochenbrüche besteht darin, dass durch die verschiedenen Osteosynthesemöglichkeiten eine achsengerechte (anatomische) Stellung des Knochens und der Gelenkfläche erreicht werden kann. Ob eine Draht-, Zuggurtungs-, Schrauben-, Plattenosteosynthese, eine äußere Schienung mit Fixateur oder eine Nagelung in Frage kommt, hängt von dem Frakturtyp und von der Lokalisation der Fraktur ab.

Ein weiterer Vorteil der operativen Frakturversorgung liegt darin, dass der Bruch übungs- oder belastungsstabil versorgt werden kann. Der Patient kann schon früh mit einer krankengymnastischen Behandlung beginnen, um eine gute Beweglichkeit der betroffenen Extremität zu erreichen.
Ältere Patienten mit hüftgelenksnahen Brüchen können schnell wieder mit voller Belastung des Beines mobilisiert werden, eine längere Liegezeit und das damit verbundene erhöhte Risiko für z.B. Druckstellen und eine Lungenentzündung verringert sich.

Unser Leistungsspektrum

  • Osteosynthesen mit Anatomie und Frakturtyp gerechten Implantaten
     
  • Frakturversorgung des alten Menschen
    Die erniedrigte Knochenstabilität bei Osteoporose und die geringe perioperative Belastbarkeit durch Begleiterkrankungen erfordern ein auf diese Patienten besonders abgestimmtes Therapieregime.
    Dieses wird sowohl durch spezielle Implantate als auch durch eine medikamentöse Begleitbehandlung gewährleistet.

Nach einem Arbeits- oder Wegeunfall müssen Verletzte einen Durchgangsarzt (D-Arzt) aufsuchen, der die fachärztliche Erstversorgung durchführt und entscheidet, ob eine Weiterbehandlung durch den Hausarzt ausreicht oder ob eine fachärztliche Behandlung notwendig ist.

PD Dr. med. Peter Benecke verfügt über die Zulassung für die Behandlung von Arbeitsunfällen, die in Deutschland durch die gesetzliche Unfallversicherung der Berufsgenossenschaften abgesichert sind. Die Zulassung zum Durchgangsarzt erfolgt über die zuständigen Landesverbände der Berufsgenossenschaften. Somit agiert der Arzt als Vertreter der gesetzlichen Unfallversicherung und ist zuständig für die Koordination der Erstversorgung, über die Rehabilitation bis zur Empfehlung von Entschädigungsleistungen.

Die Aufgaben eines Durchgangsarztes sind:

  • Erstdiagnose und Ermittlung des Sachverhaltes
  • Fachärztliche Erstversorgung
  • Erstellung eines D-Arztberichts für die Unfallversicherung
  • Koordinierung der weiterbehandelnden Einrichtung oder Ärzte
  • Steuerung und Abschluss der Behandlung